Kanzlei Bauroth

Mit Recht an Ihrer Seite.




Beispielrechnungen

 

Natürlich möchten Sie wissen, welche Kosten im Falle eines rechtlichen Problems auf Sie zukommen können und dafür auch genaue Zahlen sehen. Auch wenn jeder Sachverhalt anders ist und es schwierig ist, von Anfang bis Ende eines Mandats eine genaue Berechnung aufzustellen, so möchte ich Ihnen doch einige beispielhafte Kalkulationen an die Hand geben, damit Sie sich einen groben Überblick verschaffen, aber auch erkennen können, wie komplex sich das Honorar eines Anwalts zusammensetzt.

 

Die unten bereitgestellten Beipielrechnungen sind an häufige Fallgestaltungen in der Praxis angelehnt. Sie sind aber nicht in Stein gemeißelt, sondern stellen die Kostenberechnung nur für den geschilderten Fall dar. Reale Kostenrechnungen sind meist deutlich komplexer, denn individuelle Fälle lassen sich nicht kategorisieren. Für eine Einschätzung der Ihnen persönlich in Ihrem Fall entstehenden Kosten sprechen Sie mich bitte an.


Die Grundlage der meisten Honorarrechnungen deutscher Anwälte ist, abgesehen von individuellen Vergütungsvereinbarungen, das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (abgekürzt: RVG) bzw. dessen Vergütungsverzeichnis (kurz: VV).

  

Strafverteidigung

 

Ein Mandant wurde wegen Körperverletzung angeklagt und benötigt nun einen Verteidiger für einen Anhörungstermin bei der Staatsanwaltschaft. Der Verteidiger bereitet mehrere Schriftstücke für den Staatsanwalt vor und vertritt den Mandanten im Termin. Der Fall wird nachfolgend wegen der mangelhaften Beweislage eingestellt. 

 

Kostenrechnung des Anwalts

 

Das Honorar in diesem Fall beläuft sich auf insgesamt 660,45 EUR und berechnet sich so:

 

Grundgebühr (Nr. 4100 VV): 200,00 EUR

Verfahrensgebühr (Nr. 4104 VV): 165,00 EUR

Terminsgebühr (Nr. 4102 VV): 170,00 EUR

Telekommunikationspauschale (Nr. 7002 VV): 20,00 EUR

19% Umsatzsteuer (Nr. 7008 VV): 105,45 EUR

 

Mietrecht

 

Ein Vermieter möchte gegen einen seiner Mieter Räumungsklage erheben, da er seit drei Monaten die Mieter nicht bezahlt hat. Die ausstehenden Mietbeträge möchte er ebenfalls einklagen. Die Klage wird vom Anwalt erhoben. Die Gesamtmiete pro Monat beträgt 525,00 EUR.  Die ausstehende Miete beträgt 1.575,00 EUR. Das Gericht gibt der Klage auf Räumung und Zahlung statt.

 

Kostenrechnung des Anwalts

 

Das Honorar in diesem Fall beläuft sich auf insgesamt 1.380,40 EUR und berechnet sich so:

 

Verfahrensgebühr (Nr. 3100 VV): 592,80 EUR

Terminsgebühr (Nr. 3104 VV): 547,20 EUR

Telekommunikationspauschale (Nr. 7002 VV): 20,00 EUR

19% Umsatzsteuer (Nr. 7008 VV): 220,40 EUR

 

Erbrecht

 

In einer Erbrechtsangelegenheit möchte ein Mandant seinen Pflichtteilsanspruch geltend machen. Durch Informationen der Ehefrau des Erblassers ist bekannt, dass der Wert des Nachlasses bei 20.000,00 EUR liegt. Durch Einwirken des Anwalts gelingt eine außergerichtliche Lösung. Die Ehefrau zahlt an den Mandanten seinen Pflichtteil aus.

 

Kostenrechnung des Anwalts

 

Das Honorar in diesem Fall beläuft sich auf insgesamt 2.496,14 EUR und berechnet sich so:

 

Geschäftsgebühr (Nr. 2300 VV): 964,60

Einigungsgebühr (Nr. 1000 VV): 1113,00 EUR

Telekommunikationspauschale (Nr. 7002 VV): 20,00 EUR

19% Umsatzsteuer (Nr. 7008 VV): 398,54 EUR

 

 Allgemeines Zivilrecht

 

Ein Mandant möchte eine Zahlung von 10.000,00 EUR einklagen. Der Schuldner ist trotz etlicher Mahnungen des Anwalts zahlungsunwillig. Daher reicht der Anwalt Klage ein. Der Richter fällt ein Urteil, das der Klage stattgibt.

 

Kostenrechnung des Anwalts

 

Das Honorar in diesem Fall beläuft sich auf insgesamt 2.157,24 EUR und berechnet sich so:

 

Geschäftsgebühr (Nr. 2300 VV): 362,70 EUR

Verfahrensgebühr (Nr. 3100 VV): 725,40 EUR

Terminsgebühr (Nr. 3104 VV): 669,60 EUR

Telekommunikationsgebühr (Nr. 7002 VV): 40,00 EUR

19% Umsatzsteuer (Nr. 7008 VV): 359,54 EUR


Da der Zahlungsklage stattgegeben wurde, muss in diesem Fall die Gegenseite, also der Schuldner, die Kosten für den Anwalt des Klägers übernehmen. Ist dieser jedoch insolvent oder kann aus anderen Gründen die Kosten nicht tragen, bleibt der Mandant als Auftraggeber zur Zahlung verpflichtet.